Mittwoch, Juli 14, 2010

WPC 2010 "Wolken am Himmel"

Washington. Microsoft World Partner Conference 2010. Rund 14'000 Teilnehmer aus über 100 Ländern.
Namics ist auch in diesem Jahr wieder der Einladung von Microsoft gefolgt, um die aktuellen Trends, Themen und Entwicklungen aus erster Hand zu erfahren.
Das Microsoft Geschäftsjahr verlief wie das aktuelle sonninge Wetter in Washington - strahlend. Steve Ballmer bedankt sich für die tolle Zusammenarbeit, sieht jedoch Wolken aufziehen, trotz der geplanten Launches für 2010/2011 muss es einen grundlegenden Wandel geben - zur Cloud. Das Thema der diesjährigen WPC ist leicht zu identifizieren - internetbasierte Services „Cloud Computing". Was wird unter Cloud Computing verstanden? Steve Ballmer erläuterte in seiner Keynote wenig konkretes, eher den bestehenden Nachholbedarf für Microsoft mehr auf virtualisierte und skalierbare Umgebungen zu setzen. Unterstützt durch Webservices und den bedarfsorientierten Einsatz aller Microsoft Produkte soll hier ein spürbarer Mehrwert für Kunden und Partner geschaffen werden. Steve Ballmer appeliert aber auch an die Verantwortung gegenüber den Kunden und deren Erwartungen hinsichtlich Sicherheit und „operativer Qualität" der Produkte und Dienstleistungen.Was ist aber das wirklich neue an dieser Story? Azure! Die seit Februar 2010 zur Verfügung stehende Entwicklerplattform basiert auf einer neuen Version des .NET Frameworks und SQL DB und bietet vielfältige Möglichkeiten für individuelles Applikationsdesign, sowie Datensynchronisation mit SharePoint an. Azure soll also der Tornado am Himmel werden und kräftig für „Wolken" sorgen.
Weiteres Thema ist Windows Phone. Auch hier taucht am Horizont Hoffnung für alle Freunde einer iPhone Alternative auf. Microsoft hat und wird viel in Devices, Software, Entwicklungsplattformen für businessorientiertes Mobile Computing investieren. Die Ergebnisse sollen Ende 2010 präsentiert werden.
Organisatorisch wurde noch ein Staffelstab übergeben, bzw. ein Rollentausch vollzogen. Jon Roskill leitet künftig die gesamte Microsoft Worldwide Partner Group und übernimmt diese Rolle von Allison Watson, die ihrerseits die ehemalige Position von Jon Roskill des Corporate Vice President der Business & Marketing Organization für die USA übernimmt.
Persönlicher Higlight war sicherlich der Auftritt des ehemaligen US Präsidenten Bill Clinton, der in seiner Keynote über die Zusammenhänge von gesellschaftlicher Verantwortung, Netzwerken und Technologieeinsatz sprach. Schwerpunkt war der Wirkungskreis der William J. Clinton Foundation für Haiti und die Unterstützung dieser Aktivitäten durch bspw. den Einsatz von Social Media und virtuellen Netzwerken.

Samstag, Juni 19, 2010

7. Klassik - Bürokratie Ansatz

Für den Bürokratie Ansatz steht selbstverständlich Max Weber. Seine auf Struktur, Regeln, Herrschaft und Gehorsam aufgebaute Theorie versuchte die um die Jahrhundertwende aufkommenden Handlungsmuster in Grossunternehmen zu erklären.

Bemerkenswert ist der schlechte Ruf, dieser auf klaren Strukturen und Herrschaft ausgelegten Organisationsform. Sie wird automatisch mit undynamisch und steif gleichgesetzt und damit als ineffizient für moderne Handlungssysteme bewertet. Fraglich ist zumindest ob in einer fragilen Umwelt genau dieses klare Befehls- und Gehorsamprinzip nicht genau das Maas an Sicherheit und Berechenbarkeit gibt um – sofern vorhanden – eine klare Zielsetzung auch durchzusetzen.

Interessant ist Webers Unterscheidung von Herrschaft und Macht in diesem Zusammenhang und beleuchtet die hierarchischen Strukturen und das Verhalten von Vorgesetzen einem ganz anderen, aus meiner Sicht nachvollziehbar positiven Aspekt.
Weber unterscheidet ganz klar zwischen Herrschaft auf der einen Seite und Macht auf der anderen Seite:
Herrschaft wird definiert als.. die Chance für eine spezifische Befehle oder Anweisungen bei einer eingegrenzten Gruppe (Organisation) von Menschen Gehorsam zu finden. Das ist noch nicht speziell, speziell ist die weitere Definition, dass Herrschaft eine Systematik beinhaltet, die auf der Akzeptanz der eingegrenzten Gruppe hinsichtlich der Rechtmäßigkeit dieser Struktur und der Anweisung beruht – also ein inhaltlicher Konsens!

Macht hingegen hat eine individuelle und unkalkulierbare Komponente. Der fundamentale Glaube an die Korrektheit der formulierten Anweisungen fehlt hierbei – und wird zum blinden Gehorsam – und zum Machtmissbrauch.
Hinsichtlich der Beratung für die Gestaltung einer Aufbauorganisation stellt sich somit nicht die Frage ob der Bürokratie Ansatz (basierenden auf Hierarchieprinzipien) ausgedient hat oder nicht. Nein er hat meiner Meinung nach nicht ausgedient, sondern vielmehr die Frage aufgeworfen in wie weit kann die Nachvollziehbarkeit und das zugrundeliegende Vertrauen in die Systematik und Funktionsfähigkeit einer Organisation aufgebaut werden?

Hier sind klare Konzepte gefragt, welche von Beginn an die späteren Befehlsempfänger miteinschliessen und berücksichtigen, sowie die klare Definition und Kommunikation eines Leitbildes, an welchem sich Befehlsempfänger orientieren und die Anwendung von Macht oder Herrschaft überprüfen können.

Mittwoch, Mai 12, 2010

6. Organisationstheorie - ein Pfad, ein Anfang

Hinsichtlich des Gegenstandes des Organisationsbegriffs können unterschiedliche Begriffslinien und Fragestellungen definiert werden. Zum Einen die Fragestellung in wei weit die Organsisationstheorie eher eine empirische Wissenschaft – und damit die Lehre der Strukturgestaltung ist. Zum Anderen der Ansatz, dass es sich eher um eine analytische Wissenschaft handelt, welche Erklärungen für ablaufende Prozesse in diesen Strukturen findet. Eine Antwort auf diese Frage hinsichtlich des Erkenntnisobjektes (Gegenstand) wird in der Literatur genauso wenig geliefert, wie eine eindeutige Antwort auf die Frage der inhlatlichen Perspektive. Dennoch ist es für das Verständnis der funktions- und ordnungsweise von Organisationen wichtig zu verstehen, dass es beide Ansätze gibt und beide Erklärungen – zumindest – für die Beschreibung von Organisationen, deren Abläufe und der Veränderungen von Organisationen herangezogen werden können.

Spannender und aufschlussreicher hingegen sind die historischen Entwicklungspfade der Oragnisationstheroie, welche durch Scott (Organization Theory 1961) in folgende Gliederung unterteilt werden:

1 Klassische Ansätze
Bürokratie Ansatz
Adminsitrativer Ansatz
Arbeitswissenschaftliche Ansatz

2 Neoklassische Ansätze

Human Relations Ansatz
Anreiz – Beitrags-Thorie

3 Moderne Ansätze
Human Ressourcen Ansatz
Strukturalistischer Ansatz
Organisatorische Entscheidungsforschung
Mikroökonomische Organisationsanalyse
Kognitiv-Symbolischer-Ansatz
Systemtheoretischer Ansat
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In den folgenden Blogbeiträgen werden die klassischen und neoklassischen Ansätze weiter beleuchtet.

Samstag, April 24, 2010

5. Organisationsgestaltung – Prozesse

Die Organisation gestalten ist auf Grund der heutigen dynamischen Rahmenbedingungen keine Quartalsaufgabe mehr. Es reicht nicht mehr in selbst bestimmten, regelmässigen Abständen die Struktur, Prozesse und Formen zu überprüfen und anzupassen. Der organisatorische Gestaltungsprozess ist vielmehr zu einer ständigen und fortlaufenden Aufgabe geworden. Heute funktionierende Abläufe und Lösungsmechanismen erfüllen Morgen schon Ihren eigentlichen Zweck nicht mehr und müssen aus diesem Grund laufend überprüft und angepasst werden.

Welche Auswirkungen hat das auf die Kontinuität und vor allem auf die Strategie einer Organisation?

Kontinuierliche Veränderung (das heisst leider oftmals Anpassung) wird Teil der Strategie und ist eine der Konstanten im organisatorischen Entwicklungsprozess. Die Halbwertszeit von strategischen Entscheidungen wird somit erheblich verkürzt. Die Organisation passt sich den verändernden Rahmenbedingungen an – und das ist auch nicht schlimm. Stimmt die Kultur in einer Organisation – und ist diese von einer gemeinsamen Zielsetzung und vertrauensvollem Umgang geprägt so lässt sich das anpassen von Zielen einfacher und transparenter durchsetzen. Am Ende zählt der Erfolg – und damit die Zielerreichung der Organisation – und eben nicht das Beharren auf getroffenen Entscheidungen und eingeschlagenen Wegen.

Es wäre beispielsweise fatal, wenn sich im Rahmen der Liberalisierung von Märkten Organisationen nicht den neu geschaffenen Rahmenbedingungen anpassen würden und weiterhin in ihrer monopolartigen – oder eben von Zutrittsbeschränkungen gekennzeichneten Umweltwahrnehmung bewegen und entsprechend handeln würden. Von den Möglichkeiten der neuen Technologien ganz abgesehen, gerade hier zeigt sich, wer schnell und effizient seine Strukturen und Prozesse den sich schnell wandelnden Rahmenbedingungen anpassen kann.

Sonntag, März 07, 2010

Herrenausflug – Grimsel 2

Kraftwerke Oberhasli - Grimsel 2

Zum zweiten Mal - nach der NEAT Baustelle in Sedrun zum Gotthart Basistunnnel und der möglichen Porta Alpina - haben wir uns wieder der Schweizer Ingenieurs- und Mineurskunst gewidmet.
Zu viert haben wir uns über Umwege in Berner Oberland aufgemacht und die Kraftwerke Oberhasli zu besichtigen. Über Meiringen (wo übrigens die Meringue zum Schrecken Napoleons herkommt) mit phantastischem Mittagsmenue :-) mit aller herzlichstem Service -  über Inertkirchen direkt hoch zu den Stauseen. Mit dem Postauto zu ersten Luftseilbahn und von dort aus weiter zum Tunnelportal Grimsel zwei. Dort wurden wir auf das Elektomobil verladen und fuhren drei Kilometer untertunnelt unter dem Grimselsee bis zum eigentlichen Kraftwerk.

Dort wurden die Funktionsweise des Kraftwerks, der Turbinen und die Topologie der verschiedenen Anlagen erläutert. Beeindruckende Dimensionen und die gewaltigen Maschinen haben einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Nicht zu Letzt die wunderschöne Kristallkluft rundete diese Tunnelerlebnis ab. Nach stürmischer Luftseilbahnfahrt und Postauto ging es über die Linde in Sarnen (ausgezeichnetes Codon Bleue) wieder zurück in Richtung Zürich, Schaffhausen und Sankt Gallen. Wieder ein gelungener, fröhlicher und sehr interessanter Herrenausflug.

Sonntag, Februar 28, 2010

4. Organisationsgestaltung - Vom Organisieren

Was bedeutet eigentlich Organisation und vor allem organisieren. Organisation zielt stark auf Handlungssteuerung und Ordnung ab. D.h. Leitplanken vorgeben für eine zielbestimmtes Handeln einer abgrenzbaren Gruppe. Organisieren hingegen ist mehr prozessbezogen zu verstehen, das heisst e organisieren definiert genau diese Ordnung, welche sich Organisationen unterwerfen.

Dies basiert selbstverständlich auf Regeln. Diese Regeln erlauben es in einer Organisation effizient zu handeln und zu wirtschaften (Aufgabenverteilung, Koordinationsmechanismen, etc.) schaffen die Struktur für einheitliches Handeln. Eine durch regeln geschaffene Ordnung wird als Organisationsstruktur bezeichnet. Genau diese Struktur bietet seinen Mitgliedern Verlässlichkeit und Beständigkeit und ein einheitliches Auftreten gegenüber der Umwelt. D.h. eine Organisation ist in gewisser Weise berechenbar.

Regeln schränken in gewisser Weise den individuellen Handlungsspielraum ein - bspw. durch Anwesenheitsvorschriften und die Pflicht bestimmte Vorgänge in einer definierten Art zu protokolieren. Mit dem Eintritt in eine Organisation muss sich das Individuum diesen Regeln unterwerfen, bzw. diese akzeptieren. Organisationen unterscheiden sich in Zwangsmitgliedschaften – gesellschaftliche Regeln, Gesetze und Normen und freiwilligen Mitgliedschaften. Im Folgenden wird in der Regel immer auf freiwilligen Mitgliedschaften eingegangen.

Die Effizienz einer Organisation beruht auch darauf nicht wieder und wieder über bestimmte Regeln diskutieren zu müssen oder diese zu begründen. Das gilt selbstverständlich für beide Seiten – der Arbeitnehmer bspw. kann sich darauf verlassen, dass jeden Monat seinen Lohn erhält, im Gegenzug kann sich der Arbeitgeber darauf verlassen, dass der Arbeitnehmer seinen Arbeitsauftrag in der gewünschten Form erfüllt und ein gewisses Mass an Integrität gegenüber der Organisation erbringt. Werden diese Regeln (über die Massen gebrochen) ist ein Organisationsauschluss oder Austritt die logische und zwangsläufige Folge. Diese formalen Regeln einer Arbeitsbeziehung leiten sich aus der Direktionsbefugnis des Arbeitgebers ab und werden in der Folge mit der Unterzeichnung eines Arbeitsvertrages anerkannt.

Selbstverständlich hat jede Art von Organisation unterschiedliche Regeln, welche sie formell und informell anwendet. Eine Identifikation mit einer Organisation kann auch aus diesen Regeln abgeleitet werden. Beispielweise definiert sich das Militär über ein sehr striktes Regelwerk welches auf Befehl und Gehorsam ausgelegt ist. Im Gegensatz dazu sind viele freizeitorientierte Organisation wie Vereine sehr frei in der Anwendung ihrer Regeln und orientieren sich weniger an der Befehlskette als an wenigen koordinatorischen Regeln. Die wirtschaftlich orientierten Unternehmen moderner Partizipation bilden hier eine Zwischenstellung.

Sonntag, Februar 21, 2010

3. Organisationsentwicklung – beständige Grenzen

Wichtig für die Steuerung und Zurechenbarkeit innerhalb einer Organisation ist die klare Abgrenzung zwischen Innenwelt und Aussenwelt. Wie grenzt sich eine Organisation zu Ihrer Aussenwelt ab? Eine Grenze ist Kraft Definition leider nicht gegeben, sie muss aktiv gezogen werden. Diese Grenzziehung kann auch nicht per Zufall oder per Inaktivität geschehen. Nein es muss ein bewusster und absichtsvoll hergestellter Zustand sein. Für die Mitglieder ist es entscheidend zu wissen " Du bist Teil der Organisation und Du nicht".

Eine Organisation kann langfristig nur bestehen, wenn sie ein gewisses Mass an Stabilität und Beständigkeit gegenüber der Umwelt (äussere Einflüsse) etablieren kann. Selbstverständlich können sich diese Grenzen im Laufe der zeit verändern (Wachstum - Verkleinerung), jedoch muss dies, sofern es die Organisation nicht zerstören soll bewusst und von innen gesteuert sein.

Menschen, die sich innerhalb dieser Grenzen bewegen sind Teil der Organisation und haben folglich per Definition die Regeln dieser Organisation zu akzeptieren und zu befolgen. Aber die Mitgliedschaft in einer Organisation ist immer nur ein Ausschnitt vieler (potentieller) Mitgliedschaften (Partialinklusion) und wird somit mit einer Vielzahl von - zum Teil gegensätzlichen Handlungen aus den Regeln und Vorstellungen anderer Organisationen in Einklang zu bringen, was nicht immer konfliktfrei abläuft.

Trögler Chuchi März 2026

Ein Abend im März mit den Trögler Köchen Manche Abende beginnen mit einem Menü. Andere beginnen mit einer Idee. Gestern trafen sich die Trög...