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Freitag, Februar 17, 2023

Wir sind diselva!

 Wir haben es tatsächlich gewagt - und uns selbstständig gemacht.

Im Februar 2023 gegründet,sind wir 10 Menschen und Freunde mit unterschiedlichen Backgrounds, Skills aber gemeinsamen Interessen. Zusammen haben wir unsere digitale Passion, über 150 Jahre Erfahrung in der Digitalbranche und ein unverhandelbares Bewusstsein für Werte und Kultur.

Remo Lehmann, Micghael "Poldi" Schlegel-Iten, Samuel Schäublin,  Jan Keller, Jörg Brunschwiler, Chelsea Alther, Pascal Nüesch, Cuno Sieber, Nicole Kerber und Michael Pertek.

Wir sind diselva!
Diselva AG, St. Gallen

Wir sind davon überzeugt, dass Teams dann erfolgreich sind, wenn sie sich vertrauen, respektieren, sowie gerne und auf Augenhöhe zusammenarbeiten. Genauso gehen wir seit vielen Jahren gemeinsam Projekte an, in denen wir unsere Kunden erfolgreich durch die Digitale Transformation führen.

Wir führen Unternehmen mit strukturierten, nachhaltigen Lösungen erfolgreich in eine digitale Zukunft. Mit langfristigen, positiven Effekten für organischen und nachhaltigen Wandel zu sorgen ist für uns die Herausforderung, die wir täglich annehmen. Gleichzeitig ist sie Motivation, unsere Fähigkeiten und Leidenschaft einzubringen und aussergewöhnliche Lösungen für unsere Kunden zu erschaffen.

Chief Consulting Officer Jörg Brunschwiler, CEO Michael Pertek, Chief Operating Officer Jan Keller und Chief Technology Officer Pascal Nüesch (v.l.n.r.).

Zur diselva Website: www.diselva.com

Starke Wurzeln, jahrelange Erfahrung und immerwährende Inspiration durch technologische Möglichkeiten und lebendige Organismen begeistern und erlauben es uns, Sie bei der digitalen Transformation nicht nur zu begleiten - sondern zu führen. Dabei wachsen wir mit Ihnen an unseren Aufgaben und fügen scheinbar Gegensätzliches zusammen.

Pressestimmen:

Netzwoche

Leader digital

Werbewoche

itrockt!

East digital

IT Reseller


Tag für Tag. Denn wir sind Digital. Wir sind Selva. Wir sind diselva.

Mittwoch, April 13, 2011

Social Media im wahren Leben

Eben bei Twitter gelesen...


Das ist Social Media im realen Handlungskontext. Wir kommunizieren mit einer uns nicht immer bewussten Absicht und generieren daraus Handlungen Dritter. Ich bin sehr gespannt, ob in diesem Fallen der nächste Tweed von der Stadtpolizei St. Gallen kommt "Fall geklärt, Betrüger in gewahrsam genommen". Dann wäre es das perfekte Wechselspiel aus realer Welt in die virtuelle und wieder zurück in die Realität. Ich hoffe den Post erweitern  und zukünftig ein weiteres gutes Beispiel zum Einsatz von Social Media erzählen zu dürfen.

Dienstag, März 08, 2011

14. Human Relations Ansatz


Der HR Ansatz wurde durch den Praxis Versuch in den Hawthorn Werken untersucht. Ziel war es, herauszufinden, welche physischen Faktoren die Arbeitsproduktivität beeinflussen. Hierzu wurden die Arbeiterinnen in eine Versuchs- und eine Kontrollgruppe aufgeteilt.

Zunächst wurde untersucht, in wie weit die Verbesserung der Beleuchtung (als externer Faktor) Einfluss auf die Arbeitsproduktivität hat – und tatsächlich, mit steigender Beleuchtungsstärke ging eine signifikante Produktionssteigerung einher.  Überraschender Weise zeigte sich aber der gleiche Effekt (ein weiteres Ansteigen der Produktivität) auch bei einer Variierung der Beleuchtungsstärke in Richtung Ausgangszustand und erstaunlicherweise stieg auch die Produktivität in der Kontrollgruppe kontinuierlich – die Forscher waren verblüfft.

Auf Grund der unerklärlichen Ergebnisse wurde eine Forschergruppe der Harvard University um Elton Mayo hinzugezogen um das überraschende Phänomen zu erklären. Auch in einem Laborversuch konnten ähnliche Ergebnisse erzielt werden, d.h. verschiedene Variationen (bspw. Entlohnung, Pausen, Arbeitszeiten) einer unabhängigen Variablen wurden geprüft. Täglich fanden Besprechungen und Interviews mit den betroffenen Arbeiterinnen statt. Auch hier stieg die Produktivität kontinuierlich an und hielt den positiven Effekt auch unter den ursprünglichen Arbeitsbedingungen.

Die Forscher kamen zu dem Schluss, dass es gar nicht an den äusserlichen Faktoren lag, sondern wohl eher im „sozio-emotionalen“ Bereich, der Veränderungen der sozialen Aufmerksamkeit und Beziehungen zwischen den Arbeiterinnen, ihren Vorgesetzten und den Forschern – Human Relations.

Die grosse Aufmerksamkeit, das regelmässige Austauschen, die freundliche Behandlung der Arbeiterinnen und die Möglichkeit selbst die Arbeitsbedingungen mitgestalten zu können schienen der Auslöser für eine erhöhte Produktivität zu sein.

Die Folge war, dass man sich von der unpersönlichen Amtsführung, wie in den klassischen Organisationstheorien abwand und mehr auf die Zwischenmenschlichen Beziehungen einging, um die Arbeitsqualität und Produktivität zu verbessern.

Für die Vorgesetzten hiess das ein entscheidendes Umdenken, nicht die fachliche und organisatorische Führung sollte zukünftig die Leitlinie und Handlungskompetenz determinieren, sondern menschliche und aufgabenorientierte Faktoren.  Die emotionale Zufriedenheit der Mitarbeiter wurde zur Stellschraube und das Prinzip von Befehl und Gehorsam durch das Prinzip unterstützender Beziehungen ersetzt.

      Zwei Beobachtungen waren hierfür entscheidend:     
  1. Die  Gruppen entwickelten eigenständige – von der Organisation unabhängige – Normen und Regeln – bspw. die Festlegung darauf, was eine faire Tagesleistung bei  bestehendem Lohn sei.
  2. Die Knüpfung von (freundschaftlichen) Beziehungen über die formellen Gruppen hinweg. D.h es fand ein informeller Austausch und gegenseitige Unterstützung statt.
Die informellen Beziehungen innerhalb von Organisationen bekamen mit der Ergebnissen des Hawthorn Experiments eine wesentlich stärke Bedeutung und Beachtung. Auch wenn die wissenschaftlichen Schlüsse aus dem Experiment nicht jeder fundierten Betrachtung standhalten, so sind die Erkenntnisse doch eindeutig und stellen die Integration von Individuum und Organisation in das Zentrum der Organisationsgestaltung.
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Dienstag, Februar 15, 2011

Freitag, November 26, 2010

13. Neoklassische Ansätze der Organisationstheorie

Nach der kurzen Beschreibung der drei klassischen Ansätze:

Werden in den folgenden Blogbeiträgen die neoklassischen Theorien beleuchtet. Die Ansätze beinhalten einen grundlegenden Paradigmenwechsel, welcher die physischen Einflussfaktoren und damit den Menschen und weniger das System in den Beschreibungsfokus rückt.
Hierzu zählen:
  • Human Relations-Ansatz
  • Anreiz-Beitrags-Theorie

Sonntag, November 21, 2010

Spiele Konzept in der Organisationstheorie

Brot und Spiele in Organisationen
Ein spannender Ansatz zur Beschreibung der Struktur von Organisationen geht von Crozier und Friedberg aus. Wie andere Vertreter der verhaltenswissenschaftlichen Erkenntnistheorie gehen die Beiden von der Annahme aus, dass es eben keine völlige Kontrolle der Verhaltensweisen von Organisationsmitgliedern durch determinierte Strukturen gibt.
4 Quellen der Macht
Ganz im Gegenteil, jedes Organisationsmitglied hat einen gewissen Handlungsspielraum – und ist sich dieses Spielraum auch bewusst und setzt diesen bewusst für eigene Zwecke ein, was im Umkehrschluss ein gewisses Risiko und damit Unsicherheit für die Ordnung und Planbarkeit der Gesamtorganisation bedeutet.

Folglich  besitzt jedes Organisationsmitglied ein gewisses Mass an Macht über die anderen Organisationsmitglieder und damit auch über die Organisation als Gesamtgebilde.
Diese Macht kann aus vier Quellen begründet sein:
  • Expertentum
  • Nahtstelle zur Umwelt
  • Kontrolle von Informations- und Kommunikationskanälen
  • Organisationsregeln
Die Organisation antwortet auf diese Unsicherheit generell mit formalen Regeln und durch die Erweiterung dieser.  Diese Regeln sollen die Ungewissheit minimieren. Logische Folge ist allerdings, dass das individuelle Machtpotential erneut verwendet wird um den eigenen Handlungsspielraum zu erweitern.
Gerade die Kontrolle über Zonen, die für andere Mitglieder der Organisation oder die Gesamtorganisation selbst „Unsicherheitszonen“ sind, bedeutet Macht. Das heisst das eigene Vorgehen unberechenbar zu gestalten und die Handlungsweisen anderer für sich selbst berechenbar zu machen.
Fahren alle Organisationsmitglieder rücksichtlos ihre eigenen Strategien, so ist die Gesamtorganisation als Ganzes vom Zerfall und final vom Aussterben bedroht.
 Der Integrationsmechanimus der den ständig drohenden Zerfall der Organisation verhindert, ist genau dieses Aushandlungsspiel um individuelle und organisatorische Macht. Primäres Ziel ist es, sicherzustellen, dass kontinuierlich weitergespielt werden kann, das heisst die Beständigkeit der Organisation nicht zu gefährden und die individuellen Interessen mit der Überlebensfähigkeit der Organisation abzustimmen.

Freitag, Oktober 15, 2010

Changemanagement und Social Media


Zusammen mit Andreas Gerig durfte ich Rahmen des diesjährigen Intranet Summit 2010 in ZH einen Workshop zum Thema Social Media und Changemangement halten. Spannende Erkenntnisse und offene Unternehmensaussagen - ein lohnender Nachmittag, mit spannenden und interessiertenTeilnehmern.

Blog Beitrag - auf Dialog Namics.

Donnerstag, September 16, 2010

11. Taylorismus – Scientific Management

Frederick Winslow Taylor stellt in seinem Arbeitswissenschaftlichen Ansatz nicht die Gesamtorganisation in den Mittelpunkt seiner Überlegungen, sondern die Unterteilung in einzelne Arbeitsschritte.

Taylors Ansatz fusst auf der Annahme, dass die Arbeiter und das Management in einem ständigen Kampf gegeneinander liegen. Dieser Kampf verläuft entlang der Frontlinie zwischen der Eigenschaft der Arbeiter nur so viel zu arbeiten, wie unbedingt notwendig ist (loafing) und der Erwartung des Managements stetig steigende Produktivität zu erzielen.

Seine zwei Ansätze, wie die Frontlinie aufzulösen sei, postuliert er wie folgt:
  • Statt einander zu bekämpfen, müssen sich das Management und die Arbeiter der gemeinsamen Interessen bewusst werden und am gemeinsamen Wohlergehen arbeiten (=Bewusstsein).
  • Beide müssen auf das Prinzip der Spezialisierung und Arbeitsteilung (Scientific Management) vertrauen und die Festlegung dieser Spezialisierung akzeptieren (=Vertrauen).

Um dieses Dilemma tatsächlich aufzulösen vertritt Taylor somit die Auffassung, die Einheit von Planung und Verrichtung aufzuheben. Seine Überlegung ist, die rationellste und effizienteste Form der Arbeitsverrichtung basiert auf einer klaren Spezialisierung. D.h. die Arbeit in kleinste Schritte zu unterteilen, die regelmässig von dem bestgeeigneten Arbeiter verrichtet wird. Diese Trennung beinhaltet somit einerseits Kopfarbeit (Ingenieure) und Handarbeit (Arbeiter). Kern der Organisation bildet das Arbeitsbüro, welches die detaillierten Arbeitspläne erstellt, dokumentiert und an den jeweiligen Arbeiter kommuniziert.

Daraus ergeben sich drei Kernprinzipien:
  • Spezialisierung und Arbeitsplanung
  • Leistungslohn (=Hohe Löhne bei niedrigen Stückkosten und gleichzeitig niederer Lohn bei abnehmender Produktivität)
  • Einsatz der bestgeeigneten Mitarbeiters für die Verrichtung einer Aufgabe (Unabhängig ob Planung oder Verrichtung)

Die Folge der Anwendung dieser Prinzipien ist eine Ausdifferenzierung der Organisationsstruktur, welches in eine funktionale Ordnung mündet. Diese Ausdifferenzierung ist allerdings mit steigenden Koordinationskosten verbunden, da die einzelnen Aufgaben erarbeitet und kommuniziert, anschliessend verrichtet und wieder zu einem Ganzen zusammengesetzt werden müssen. Unterstützt wurde dieses Strukturprinzip durch verbesserte (oder veränderte) Produktionsmethoden, wie Fliessbandarbeit, Mechanisierung und Produktstandardisierung.

Die negativen Auswüchse des Taylorismus sind bekannt. Neben der Entfremdung von der Arbeit, entsteht durch die effiziente Routine Langeweile und mangelnde Herausforderung. Ein Selbstbestimmung und Kreativität sind nicht mehr möglich, sowie die Annahme von laufend steigender Produktivität führt zu Arbeitshetze.

In wie weit ein solches Konstrukt in einem stabilen Umfeld funktioniert, konnte bis in die 70iger Jahre des 20. Jahrhundert gezeigt werden. Mit zunehmender Dynamik verliert allerdings diese Art der Spezialisierung ihren produktiven Ansatz und verhindert Innovationen. Dennoch ist auch in der heutigen Zeit mit sehr komplexen Aufgabenstellungen eine Arbeitsteilung – d.h. Spezialisierung und der Einsatz von Expertenwissen nicht nur notwendig, sondern Überlebenswichtig. Jedoch ist eine breite Wissens- und Erfahrungsbasis gerade im Projektgeschäft unabdingbar, um überhaupt neue Aufgaben erfolgreich bewältigen zu können. 

Das Experten- und Spezialwissen findet durch seine kurze Halbwertszeit, d.h. rasante Weiterentwicklung von Technologien, Möglichkeiten und Ansprüchen ein jähes Ende. Aus diesem Grund ist das Arbeiten in Teams (Verbindung von Planung und Verrichtung) mit Spezialisten, die sich laufend weiterentwickeln und eine gewisse Flexibilität in der Aufgabenerfüllung akzeptieren, der mögliche Schlüssel für eine erfolgreiche Aufgabenbewältigung.

Mittwoch, August 25, 2010

10. Fayolsche Brücke


Es wäre wahrscheinlich unvollständig einen kurzen Post über den administrativen Ansatz zu schrieben und die Fayolsche Brücke ("Passarelle") nicht zu erwähnen. Fayol beschreibt in seinem Ansatz die Wichtigkeit und Eindeutigkeit des Instanzenzuges, welcher unbedingt eingehalten werden muss (Einheit der Leitung). In der Praxis aber hat sich gezeigt, dass die aus mehreren Gründen zu einer unnötigen Komplexität führt.
-          Informationen gehen auf dem Instanzenweg verloren
-          Zeitkritische Informationen erreichen die betreffende Stelle nicht „in time“
-          Fachdiskussionen sind auf diesem Wege nicht möglich
-          Unnötiger Einbezug nicht involvierter Personen
-          Hoher administrativer und kommunikativer Aufwand für an sich einfache Problemstellungen
Die Einhaltung des Dienstweges kann (kann!) folglich bei bestimmten Konstellationen der Entscheidungsfindung und Informationsübertragung kontraproduktiv sein. Der Vorschlag sich aus diesem Dilemma zu lösen ist denkbar einfach.
Fayolsche Brücke
 Ergebnis ist nicht den Fussstapfen zu folgen, sondern den direkten Weg (analog den Pfeilen) einzuschlagen. Die grosse Herausforderung ist die Definition der Fälle und zusätzlichen Pflichten, in denen die Fayolsche Brücke betreten werden darf.
Hierzu gehören aus meiner Sicht alle Arten von fachlichen Diskussionen und Austausch von Informationen. Entscheidungen, welche ein rein fachlichen Hintergrund und Tragweite haben sollten meiner Meinung nach  immer zwischen den jeweiligen Experten erarbeitet und getroffen werden. Sollte diese Entscheidungen im Gegensatz zu höher getroffenen Entscheidungen stehen, muss unbedingt eine Information über den Instanzenzug (Dienstweg) erfolgen. Generell bedingt die Anwendung der Fayolschen Brücke eine Delegation von Verantwortung an die betroffene Stelle – und umgekehrt die konsequente Information durch die betroffene Stelle an Vorgesetzte. Somit wird den betrieblichen Strukturen (Hierarchie) und einer praktikablen Interessen- und Entscheidungsbefugnis Rechnung getragen.

Mittwoch, August 18, 2010

9. Administrativer Ansatz

Ein weiterer klassischer Ansatz stammt von Henri Fayol. Er beschreibt Organisation als Definition einer Struktur, die in sich logisch ist und unabhängig von Menschen (Individuen) aufgestellt wird. In ein solches „maschinenähnliches“ System werden dann entsprechend die Individuen eingesetzt. Die Eigenheiten und Bedürfnisse von Mitarbeitern finden hier wenig Berücksichtigung. Zentraler Inhalt ist die Planungs- und Führungsaufgabe. Fayol vergleicht das Organisieren von Abläufen mit der Aufgabe eines technischen Architekten, der ein System konstruiert.  Unter Planung versteht er die Prognose der Zukunft und die daraus resultierende Vorbereitung durch organisatorische Strukturen und Handlungsmodellen. Somit wendet sich die Basis der Planung weg von den bestehenden (personellen) Möglichkeiten hin zu einer aus struktureller Sicht idealen Organisation.

Der Mensch spielt in dieser Organisationsform eine rein ausführende Rolle. Er ist in sie einzupassen und hat die Koordinationsabläufe auszuführen, ohne sie zu verändern. D.h. dem Mitarbeiter wird jeglicher Handlungs- und Entwicklungsspielraum abgesprochen.

Fayol legt für dem Administrativen Ansatz 14 Managementprinzipien zu Grunde, von denen ich acht erwähnen möchte:
  1. Arbeitsteilung – Mehr Effizienz und bessere Ergebnisse durch Arbeitsteilung
  2. Autorität und Verantwortung – Zum einen das Recht Anweisungen zu erteilen (Autorität), zum Anderen die Macht sich entsprechenden Gehorsam zu verschaffen (durch organisatorische Konventionen), gleichzeitig verlangt dies aber verantwortungsvolles Handeln durch die jeweilige Autorität.
  3. Disziplin – Gehorsam gegenüber allen Konventionen.
  4. Einheit der Auftragserteilung – Nur eine Person übt Herrschaft über ein Individuum aus – d.h. Matrixorganisationen sind nicht möglich.
  5. Einheit der Leitung – Alle Anstrengungen sind auf ein definiertes Ziel ausgerichtet.
  6. Zentralisierung – Alle Entscheidungen müssen an einem (zentralen) Ort zusammenlaufen und getroffen werden.
  7. Hierarchie – Der definierte Instanzenzug von oben nach unten, an dem sich alle Entscheidungen und die Kommunikation ausrichten.
  8. Ordnung – Alles hat seinen Platz und seine zugewiesene Rolle.
Diese formale Organisationsform regelt lediglich die Beziehungen zwischen „Stellen“ und nicht die Beziehungen zwischen Menschen. Der Entscheider geht von einer zuverlässigen und vorhersagbaren Weise von der Ausführung seiner Befehle aus.

Die Kritik an diesem Ansatz ist fundamental. Menschliche Beziehungen werden ausser Acht gelassen, Operationalisierungen sind nicht möglich, empirische Beweise fehlen, in dynamischen Welten ist die Organisation zu unflexibel.

Aus heutiger Sicht mit Fokus auf den einzelnen Menschen und Mitarbeiter mit individuellen Bedürfnissen und dem Willen zur Weiterentwicklung und freien Gestaltung scheint dieser Ansatz wenig Akzeptanz zu finden. Erklärend ist allerdings die Historie Fayols heranzuziehen:  Er stellte seine Theorie auf Basis seiner Erfahrungen als Direktor eines französischen Bergwerkes auf – in diesem Umfeld war die Wandelbarkeit der Aufgaben und der Notwendigkeit der Anpassung von Strukturen weit weniger gegeben, als das in modernen Organisationen heute erwartet und gelebt wird.

Dienstag, August 17, 2010

8. Teamarbeit und Bürokratie

Nochmal greife ich die Definition von Macht und Herrschaft aus meinem letzten Blogbeitrag 7. Klassik – Bürokratie Ansatz nochmals auf. […Herrschaft wird definiert als.. die Chance für eine spezifische Befehle oder Anweisungen bei einer eingegrenzten Gruppe (Organisation) von Menschen Gehorsam zu finden… Macht hingegen hat eine individuelle und unkalkulierbare Komponente].

Was bedeutet das für die Arbeit in Teams, in denen es eine grosse Spannung zwischen Kollektiv und Individuum sowie zwischen Eigenverantwortung und klaren Grenzen gibt. Genau hier kommt die positive Definition von Herrschaft zum Tragen, sie bildet die Leitplanken für sich weiterentwickelnde Teams.

Ein Team als solches funktioniert nicht von alleine. Die einzelnen Mitglieder müssen sich Ihrer Rolle bewusst sein und den daraus resultierenden Anforderungen entsprechend gewachsen sein und diese auch als annehmbare Herausforderung akzeptieren. Diese Aufgaben können unterschiedlichster Natur sein und hängen sehr stark von der jeweiligen Person ab. Ein Pförtner hat andere individuelle Motive als ein Marketingmitarbeiter. Beide machen Ihren Job gut, wenn ihre jeweiligen individuellen Bedürfnisse und Stärken durch die Rollenzuweisung abgedeckt sind. Ein Team lebt von diesen Unterschieden, jedoch braucht es eine gemeinsame Vision und Zielsetzung, auf die sich alle reduzieren können.

Aus diesem Grund ist es von entscheidender Bedeutung:
  1. Die Arbeit an sich zum Ausgangspunkt zu machen und nicht das Team.
  2. Die genaue Festlegung der einzelnen Rollen im Team und die individuelle Besetzung dieser.
  3. Die Definition, wer die wichtigsten Aufgaben übernimmt und die Ergebnisse verantwortet.
  4. Die Mitarbeiter zu schulen, unterstützen und zu kontrollieren, ob sie die eigene Rolle verstehen und leben können.
  5. Bewusstsein zu erlangen über die Stärken und Schwächen im Team – und das Entwicklungspotential abzuschätzen.
  6. Freiräume zu geben, aber diese nicht individuell erweitern zu lassen.
  7. Motivationsquellen des Teams zu finden – und zu bedienen.
Eine Herde Kühe ist prinzipiell eine gute und funktionierende Gemeinschaft – aber Ihr einziger Job ist es Gras zu fressen. Die heutige Arbeitswelt hat eben mehrere Dimensionen. Hier ist es wichtig ein Team zusammenzustellen, welches sowohl harmonisch, aber auch kritisch ist. Nur so können produktive Teams entstehen und sich entwickeln.

Samstag, Juni 19, 2010

7. Klassik - Bürokratie Ansatz

Für den Bürokratie Ansatz steht selbstverständlich Max Weber. Seine auf Struktur, Regeln, Herrschaft und Gehorsam aufgebaute Theorie versuchte die um die Jahrhundertwende aufkommenden Handlungsmuster in Grossunternehmen zu erklären.

Bemerkenswert ist der schlechte Ruf, dieser auf klaren Strukturen und Herrschaft ausgelegten Organisationsform. Sie wird automatisch mit undynamisch und steif gleichgesetzt und damit als ineffizient für moderne Handlungssysteme bewertet. Fraglich ist zumindest ob in einer fragilen Umwelt genau dieses klare Befehls- und Gehorsamprinzip nicht genau das Maas an Sicherheit und Berechenbarkeit gibt um – sofern vorhanden – eine klare Zielsetzung auch durchzusetzen.

Interessant ist Webers Unterscheidung von Herrschaft und Macht in diesem Zusammenhang und beleuchtet die hierarchischen Strukturen und das Verhalten von Vorgesetzen einem ganz anderen, aus meiner Sicht nachvollziehbar positiven Aspekt.
Weber unterscheidet ganz klar zwischen Herrschaft auf der einen Seite und Macht auf der anderen Seite:
Herrschaft wird definiert als.. die Chance für eine spezifische Befehle oder Anweisungen bei einer eingegrenzten Gruppe (Organisation) von Menschen Gehorsam zu finden. Das ist noch nicht speziell, speziell ist die weitere Definition, dass Herrschaft eine Systematik beinhaltet, die auf der Akzeptanz der eingegrenzten Gruppe hinsichtlich der Rechtmäßigkeit dieser Struktur und der Anweisung beruht – also ein inhaltlicher Konsens!

Macht hingegen hat eine individuelle und unkalkulierbare Komponente. Der fundamentale Glaube an die Korrektheit der formulierten Anweisungen fehlt hierbei – und wird zum blinden Gehorsam – und zum Machtmissbrauch.
Hinsichtlich der Beratung für die Gestaltung einer Aufbauorganisation stellt sich somit nicht die Frage ob der Bürokratie Ansatz (basierenden auf Hierarchieprinzipien) ausgedient hat oder nicht. Nein er hat meiner Meinung nach nicht ausgedient, sondern vielmehr die Frage aufgeworfen in wie weit kann die Nachvollziehbarkeit und das zugrundeliegende Vertrauen in die Systematik und Funktionsfähigkeit einer Organisation aufgebaut werden?

Hier sind klare Konzepte gefragt, welche von Beginn an die späteren Befehlsempfänger miteinschliessen und berücksichtigen, sowie die klare Definition und Kommunikation eines Leitbildes, an welchem sich Befehlsempfänger orientieren und die Anwendung von Macht oder Herrschaft überprüfen können.

Mittwoch, Mai 12, 2010

6. Organisationstheorie - ein Pfad, ein Anfang

Hinsichtlich des Gegenstandes des Organisationsbegriffs können unterschiedliche Begriffslinien und Fragestellungen definiert werden. Zum Einen die Fragestellung in wei weit die Organsisationstheorie eher eine empirische Wissenschaft – und damit die Lehre der Strukturgestaltung ist. Zum Anderen der Ansatz, dass es sich eher um eine analytische Wissenschaft handelt, welche Erklärungen für ablaufende Prozesse in diesen Strukturen findet. Eine Antwort auf diese Frage hinsichtlich des Erkenntnisobjektes (Gegenstand) wird in der Literatur genauso wenig geliefert, wie eine eindeutige Antwort auf die Frage der inhlatlichen Perspektive. Dennoch ist es für das Verständnis der funktions- und ordnungsweise von Organisationen wichtig zu verstehen, dass es beide Ansätze gibt und beide Erklärungen – zumindest – für die Beschreibung von Organisationen, deren Abläufe und der Veränderungen von Organisationen herangezogen werden können.

Spannender und aufschlussreicher hingegen sind die historischen Entwicklungspfade der Oragnisationstheroie, welche durch Scott (Organization Theory 1961) in folgende Gliederung unterteilt werden:

1 Klassische Ansätze
Bürokratie Ansatz
Adminsitrativer Ansatz
Arbeitswissenschaftliche Ansatz

2 Neoklassische Ansätze

Human Relations Ansatz
Anreiz – Beitrags-Thorie

3 Moderne Ansätze
Human Ressourcen Ansatz
Strukturalistischer Ansatz
Organisatorische Entscheidungsforschung
Mikroökonomische Organisationsanalyse
Kognitiv-Symbolischer-Ansatz
Systemtheoretischer Ansat
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In den folgenden Blogbeiträgen werden die klassischen und neoklassischen Ansätze weiter beleuchtet.

Samstag, April 24, 2010

5. Organisationsgestaltung – Prozesse

Die Organisation gestalten ist auf Grund der heutigen dynamischen Rahmenbedingungen keine Quartalsaufgabe mehr. Es reicht nicht mehr in selbst bestimmten, regelmässigen Abständen die Struktur, Prozesse und Formen zu überprüfen und anzupassen. Der organisatorische Gestaltungsprozess ist vielmehr zu einer ständigen und fortlaufenden Aufgabe geworden. Heute funktionierende Abläufe und Lösungsmechanismen erfüllen Morgen schon Ihren eigentlichen Zweck nicht mehr und müssen aus diesem Grund laufend überprüft und angepasst werden.

Welche Auswirkungen hat das auf die Kontinuität und vor allem auf die Strategie einer Organisation?

Kontinuierliche Veränderung (das heisst leider oftmals Anpassung) wird Teil der Strategie und ist eine der Konstanten im organisatorischen Entwicklungsprozess. Die Halbwertszeit von strategischen Entscheidungen wird somit erheblich verkürzt. Die Organisation passt sich den verändernden Rahmenbedingungen an – und das ist auch nicht schlimm. Stimmt die Kultur in einer Organisation – und ist diese von einer gemeinsamen Zielsetzung und vertrauensvollem Umgang geprägt so lässt sich das anpassen von Zielen einfacher und transparenter durchsetzen. Am Ende zählt der Erfolg – und damit die Zielerreichung der Organisation – und eben nicht das Beharren auf getroffenen Entscheidungen und eingeschlagenen Wegen.

Es wäre beispielsweise fatal, wenn sich im Rahmen der Liberalisierung von Märkten Organisationen nicht den neu geschaffenen Rahmenbedingungen anpassen würden und weiterhin in ihrer monopolartigen – oder eben von Zutrittsbeschränkungen gekennzeichneten Umweltwahrnehmung bewegen und entsprechend handeln würden. Von den Möglichkeiten der neuen Technologien ganz abgesehen, gerade hier zeigt sich, wer schnell und effizient seine Strukturen und Prozesse den sich schnell wandelnden Rahmenbedingungen anpassen kann.

Trögler Chuchi März 2026

Ein Abend im März mit den Trögler Köchen Manche Abende beginnen mit einem Menü. Andere beginnen mit einer Idee. Gestern trafen sich die Trög...