Ein Abend im März mit den Trögler Köchen
Manche Abende beginnen mit einem Menü.
Andere beginnen mit einer Idee.
Gestern trafen sich die Trögler Köche wieder einmal, um genau das zu tun, was gute Abende ausmacht: gemeinsam kochen, probieren, diskutieren, lachen – und am Ende ein Menü auf den Tisch bringen, das mehr ist als die Summe seiner Zutaten.
Der Auftakt: einfach, gut, ehrlich
Der Abend begann mit kleinen Crostini:geröstetes Brot, einmal mit schwarzen Oliven, einmal mit grünen Oliven (mit etwas Knoblauch Salz, Pfeffer und Zitronensaft).
Keine grosse Inszenierung, aber genau das Richtige, um anzukommen.Ein Glas Blanc de Blanc von Metzger, ein paar gute Gespräche, und plötzlich merkt man:
Der Abend hat begonnen. Kochen ist selten spektakulär aber immer belebend. Aber es wird kommunikativ, wenn Menschen mit Freude und Aufmerksamkeit am Herd stehen.
Walliser Eleganz: Fendant-Suppe
Der erste Gang brachte uns direkt ins Wallis.
Fendant Suppe
Butter, Schalotten, Knoblauch, Thymian, weisser Pfeffer, dazu Fendant und Bouillon – langsam, langsam, langsam gekocht, reduziert und am Ende mit frischen Rahm aufgeschäumt.
Ein Gericht mit Tiefe, Wärme und einer angenehmen leichten Wein-Note, die sofort Lust auf den nächsten Löffel macht.
Dazu im Glas: Fendant „L'Enfer du Calcaire“.
Eine Kombination, die zeigt, wie einfach und präzise gute Küche sein kann.
Frische und Präzision: Zitronenrisotto mit Black Tiger
Black Tiger Garnelen auf Zitronenrisotto.
Ein gutes Risotto verlangt Geduld und Rührung.
Schalotten, Butter, Risottoreis: langsam glasig gerührt, erst weisswein dann Fond nach und nach ergänzt mit kleinen Zitronenstücke, sowie den Rest der Suppe dazu.
Am Ende kommt die Zitrone:
Saft, Zesten und ein Hauch Zucker geben dem Gericht Frische, Spannung und Eleganz.
Risotto al limone von ars_viven…
Darauf eine perfekt gebratene Riesencrevette. Cremig, leicht, präzise... genau so, wie ein Risotto sein soll.
Klassik, die nie falsch ist: Coq au vin
Der Hauptgang brachte dann die grosse französische Schule auf den Teller:
Coq au vin.
Langsam geschmort, kräftig, aromatisch.
Zwiebeln, Rotwein, Zeit.
Ein Gericht, das Geduld belohnt und am Tisch sofort für Ruhe sorgt.
Man spricht weniger und geniesst mehr. Kartoffelstock wird in der Regel überschätzt.
Im Glas dazu ein Spätburgunder Alte Reben von Bernhard Huber.
Struktur, Tiefe, Eleganz.
Eine wahre Freude.
Ein frischer Abschluss
Zum Abschluss dann etwas Helles, Frisches:
Lemon Curd–Joghurt-Crème.
Zitrone, Joghurt, Vanille, etwas Baiser oder Shortbread – geschichtet und gekühlt.
Süss, aber nicht schwer. Frisch, aber nicht aufdringlich. Lemon Curd-Jogurth-Creme
Genau richtig, um einen langen Abend gut zu beenden.
Was bleibt
Solche Abende erinnern daran, worum es beim Kochen eigentlich geht.
Nicht um Perfektion.
Nicht um Sterne.
Sondern um Gemeinschaft, Handwerk und Genuss.
Ein paar gute Produkte.
Ein paar Menschen mit Freude am Kochen.
Und genügend Zeit, damit etwas entstehen kann.
Danke an alle Trögler Köche für einen Abend voller Geschmack, guter Gespräche und viel Inspiration.
Fortsetzung folgt. Ganz bestimmt.














