Montag, Februar 15, 2010

2. Organisationsentwicklung - Zweck

Der Organisationsenszweck

Reicht die Einzahl des Begriffes überhaupt aus? Kann eine Organisation auch mehrere, womöglich sich gegenseitig entgegenstehende Zwecke erfüllen?

Wahrscheinlich ja. Sicherlich Ja. Wie extrem wichtige es für eine Organisation ist, über ihre „spezifische Zweckorientierung“ unterrichtet zu sein scheint offensichtlich klar zu sein, ist es aber oftmals nicht. Nicht die Definition des Zweckes ist entscheidend, vielmehr ist es die Kommunikation dieses Zweckes an die beteiligten Personen, welche diesen Zweck unterstützen sollen. Es steht ausser Frage, dass gerade Organisationsmitglieder die bspw. in einer Unternehmung in einem Arbeitnehmerverhältnis stehen nur partiell oder gar keine Abdeckung mit dem Unternehmenszweck verfolgen. Die Erfüllung der Organisationszwecke wird somit zu einem utilitaristischen Vehikel um die eigenen Zwecke zu erfüllen. Somit kann der Unternehmenszweck „innovative Dienstleistungen für innovative Kunden“ mit dem individuellen Zweck „ genügend Geld für Freizeitaktivitäten sowohl korrespondieren, als auch divergieren.

In wie weit wird bei einer Veränderung der Organisationsstruktur auch der Unternehmenszweck korrigiert?

Im konkreten Beispiel heisst das, dass Umstrukturierungen in einer Organisation zumindest kurzfristig die Zweckdefinition verändern können. Was der ursprüngliche Zweck einmal Gewinnmaximierung oder Effizienz, so kann der Zweck kurzfristig Ausbildung oder Spezialisierung sein. Die genaue Definition von Ziel – Zweck und Mittel zur Erfüllung erscheint aber dringend notwendig um unterscheiden zu können, ob tatsächlich eine Änderung des Zweckes – und damit der Organisation an sich oder lediglich eine Etappierung von Zielen vorliegt.

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