Sonntag, Februar 14, 2010

1. Organisationsentwicklung - es wird praktisch.

Organisationsgestaltung

Moderne Organisationen sehen sich einer Vielzahl von Einflüssen ausgesetzt. Manche dieser Einflüsse tangieren die Organisation und deren Mitglieder weniger bis gar nicht, andere bringen die Grundfeste ins Wanken. Woran liegt das? Kann eine Organisation erkennen, welche Einflüsse für sie selbst von Bedeutung sind?
Vom Start-Up Unternehmen zu einer hierarchisch gegliederten Organisation. Von der Team Struktur zur zentralen Führung und wieder zurück. Wie kann eine Organisation mit sich ändernden Rahmenbedingungen und internen Veränderungen ein stabiles Gefüge geben?

Die Lehre der Organisationsgestaltung versucht hierauf Antworten zu geben – besser gesagt Erklärungen zu liefern. Zuerst muss allerdings der Organisationsbegriff definiert werden. Schreyögg unterscheidet in seiner Beschreibung zwischen dem instrumentellen und dem institutionellen Organisationsbegriff. Der Instrumentelle Organisationsbegriff geht davon aus, dass Organisation ein Instrument zur Führung ist. Das heisst, Arbeitsabläufe sind zu rationalisieren und die Organisation soll den Leistungsprozess steuern.

Daraus ergibt sich einerseits eine funktionale Perspektive (Gutenberg) , welche das Verständnis geprägt hat, dass Organisation als eine Funktion der Unternehmensführung gesehen wird. Grundlagen dieser Führung sind Planung und Kontrolle -> respektive Planung und Vollzug. Laut Gutenberg bestimmt die Planung die Ziele und die Organisation ist das daran angeschlossenen Vollzugsinstrument, welches mit Regelungen (genereller und fallweiser) den betrieblichen Ablauf steuert. Organisation wird somit auf die Rolle reduziert alle Regeln zu definieren und zu beherbergen, welche zum Vollzug eines Planes erlassen werden.

Im Gegensatz zu Gutenbergs Theorie definiert der konfigurative Organisationsbegriff nach Kosiol die Organisation als eine dauerhafte Strukturierung von Arbeitsprozessen und reduziert die Organisation somit auf das Gehäuse oder Skelett einer Unternehmung. Dieser schützende Mantel, welcher tendenziell dauerhaft angelegt werden soll schütz dieses fragile Gebilde vor den oben erwähnten externen Einflüssen und bietet eine konfigurative Beständigkeit.

Der institutinelle Organisationsbegriff greift genau diese Annahme auf und sieht die Organisation als ein System, welches Beständigkeit aufweist und gemeinsame Zielvorstelllungen unter einem Dach vereint. Um eine definierte Organisation nicht mit den zufälligen Zuschauern bei einem Fussballspiel zu verwechseln – auch diese haben zumeist ein gemeinsames Ziel (hoffentlich ist es Fussballl schauen) haben March/Simon drei zentrale Elemente für den institutionellen Organisationsbegriff definiert.

1. Spezifische Zweckorientierung
2. Geregelte Arbeitsteilung
3. Beständige Grenzen

Um zu verstehen warum sich Organisationen wandeln (oder auch nicht) muss man verstehen, was eigentlich unter einer Organisation zu verstehen ist. Sind es nur die definierten Funktionen oder ist es ein System? Viel deutet darauf hin, dass es ein System ist, welches einen Zweck verfolgt, in sich Aufgaben verteilt und sicherlich nach aussen abgrenzbar ist.

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